Kanzlei Nadeschdin & Leischner in Heidelberg

Da kommen wir Ihnen wohl gerade Recht!

Leistungen

Die Erarbeitung einer individuellen und optimalen Lösung Ihrer rechtlichen Probleme steht bei unserer Arbeit stets im Vordergrund. Wir entwickeln mit Ihnen zusammen juristisch fundierte und wirtschaftlich sinnvolle Wege zu Ihrem Erfolg und schützen Sie dabei vor Fehlentscheidungen und Übervorteilungen. Ihr Erfolg und Ihr Vorankommen – das ist zugleich unser Erfolg! Und die Basis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit.

Familienrecht

Auf dem Gebiet des Familienrechts beraten und vertreten wir Sie gerichtlich und außergerichtlich in allen rechtlichen und wirtschaftlichen Fragen rund um die Ehe, Trennung und Scheidung, Unterhalt und Vermögensauseinandersetzung...

Allgemeines Zivilrecht

Das allgemeine Zivilrecht umfasst sämtliche Rechtsbeziehungen zwischen Privatleuten sowie Unternehmern und ist hauptsächlich im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), aber auch in zahlreichen anderen Vorschriften geregelt...

Strafrecht

Sind Sie Beschuldigter in einem Ermittlungsverfahren? Haben Sie eine Vorladung von der Polizei erhalten oder ist Ihnen bereits eine Anklageschrift oder ein Strafbefehl zugestellt worden? Dann sollten Sie uns sofort kontaktieren...

Kosten

Anwalt... wer soll das bezahlen?

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"Einen Anwalt nehmen? Das kann ich mir nicht leisten!" Oft gehört und dennoch falsch. Denn: Anwalts-Honorare halten sich im Rahmen. Wir haben uns dabei nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) zu richten. Bei Gerichtsverfahren (außer bei Sozialrechts-, Straf- und Bußgeldsachen) bestimmt der jeweilige Geschäftswert, Streitwert oder Gegenstandswert die Kosten. Für außergerichtliche Leistungen bemisst sich das Honorar nach Umfang und Schwierigkeit der anwaltlichen Bearbeitung, der Bedeutung der Sache und nach der finanziellen Situation des Klienten.

Wir sagen Ihnen außerdem, ob Sie Anspruch auf Beratungs- oder Prozesskostenhilfe haben. Wer eine Rechtsschutzversicherung hat, braucht sich um die anfallenden Kosten meist überhaupt keine Gedanken zu machen. Wir klären für Sie, ob und in welchem Umfang Ihr Versicherungsschutz zum Tragen kommt.

Wir rechnen unsere jeweilige Leistung also differenziert ab, niemand wird über den Tisch gezogen. Wir wissen genau: Nur wenn Sie mit unserer Leistung zufrieden sind und auch unsere Rechnung akzeptieren, werden Sie unseren Rat wieder in Anspruch nehmen. Nochmals: Fragen Sie uns schon zu Beginn der Beratung nach den voraussichtlichen Kosten. Das ist für uns die normalste Sache der Welt.

Claus Nadeschdin - Rechtsanwalt

News

Lesen Sie hier alles über Neuigkeiten aus unserer Kanzlei.

Telefonanrufe zur Kundenrückgewinnung sind unzulässig

LG Köln, Urteil vom 05.06.2009 (Az.: 6 U 1/09)

Wer kennt das nicht: Kaum hat man seinen Vertrag bei einem Telekommunikationsunternehmen gekündigt, weil man sich für einen anderen Anbieter entschieden hat, kommt der lästige Anruf einer Hotline des ehemaligen Vertragspartners. Mit Supersonderangeboten wird nun mit aller Kraft versucht, den Kunden zurück zu gewinnen. Unzulässig, wie das Landgericht Köln entschieden hat. Eine laufende Geschäftsbeziehung zu dem Kunden bestehe aufgrund der Kündigung nicht mehr. Ohnehin sei aus einer laufenden Geschäftsbeziehung nicht herzuleiten, dass ein Einverständnis für solche Rückgewinnungsanrufe erteilt sei.

Weitere Absage an Abzockdienste im Internet

AG Gummersbach, Urteil vom 30.03.2009 (Az.: 10 C 221/08)

Bei kostenpflichtigen Internetdiensten muss das zu zahlende Entgelt bereits auf der Registrierungsseite erkennbar sein. Ansonsten fehlt es an einer wirksamen Vergütungsvereinbarung.

Die Klägerin betreibt einen kostenpflichtigen Internetdienst und machte gegen den Beklagten, einen Internetnutzer, der sich auf der Seite der Klägerin registriert hatte, Anmeldegebühren und Mitgliedsbeiträge in Höhe von 206,95 € geltend. Zu Unrecht, wie das Amtsgericht Gummersbach urteilte. Zwischen den Parteien sei kein entgeltlicher Dienstvertrag zustande gekommen. Es fehle hier an der notwendigen Vergütungsvereinbarung. Die bei einer Registrierung auf einer Internet-Plattform zu zahlende Anmeldegebühr sowie der dann folgende Mitgliedsbeitrag müsse ohne weiteres auf der Registrierungsseite erkennbar sein, ansonsten sei die entsprechende AGB-Klausel gemäß § 307 Abs. 1 BGB unwirksam. In ihren AGB habe die Klägerin zwar darauf hingewiesen, dass Voraussetzung für die Anmeldung eine Registrierungsgebühr sowie die weitere Mitgliedschaft beitragspflichtig sei. Der weitere Hinweis, dass die Höhe der jeweiligen Gebühren einer anderen Internetseite zu entnehmen sei, benachteilige jedoch den Verbraucher entgegen den Geboten von Treu und Glauben unangemessen und verstoße gegen das Transparenzgebot allgemeiner Geschäftsbedingungen. Es könne dem Verbraucher nicht zugemutet werden, versteckten Hinweisen auf eine Vergütungspflicht nachzugehen und erst nach Anklicken mehrerer Internetseiten das zu zahlende Entgelt, das immerhin einen Hauptbestandteil des Dienstvertrags darstelle, zu ermitteln. Die zu zahlende Vergütung müsse vielmehr bereits bei Beginn des Registrierungsvorgangs klar und eindeutig erkennbar sein. Dies sei insbesondere dann zu fordern, wenn – wie hier – die Registrierung eine längerfristige vertragliche Bindung begründen soll.

Als die Bilder laufen lernten – „Eltern haften für ihre Kinder auch im Internet“

LG München I, Urteil vom 19.06.2008 (Az.: 7 O 16402/07)

Machen minderjährige Kinder mittels des bereitgestellten elterlichen Internetzugangs urheberrechtlich geschützte Werke Dritter widerrechtlich und schuldhaft öffentlich zugänglich, so können auch die Eltern hierfür haftbar gemacht werden. Im konkreten Fall hatte das damals 16jährige Mädchen Kinderportraits, die eine Münchner Fotografin gefertigt hatte, von deren Internetseite herunter geladen und am Computer zu kleinen Filmchen verarbeitet, in welche sie noch zusätzlich kurze Gedichte eingebettet hatte. Die Filme hatte sie dann auf die Videoportale myvideo.de und video.web.de hochgeladen. Eine Erlaubnis hierzu hatte sie von der Fotografin allerdings nicht eingeholt. Die Fotografin hat das Mädchen sowie deren Eltern auf Schadensersatz verklagt. Das Landgericht München I gab der Fotografin Recht: „Eine einweisende Belehrung – die vorliegend nicht erteilt worden war – ist von den Eltern grundsätzlich zu fordern, da die Nutzung eines Computers mit einem Internetanschluss erhebliche zivilrechtliche Haftungsrisiken birgt, von den Gefahren, die durch jugendgefährdende Inhalte ausgehen, ganz zu schweigen. Ein mit dem Internet verbundener Computer steht insoweit einem „gefährlichen Gegenstand“ gleich. Die elterliche Aufsichtspflicht erfordert auch eine laufende Überwachung dahingehend, ob sich die Internetnutzung durch das Kind in dem durch die einweisende Belehrung gesteckten Rahmen bewegt“.